Ein neues Leben beginnt – meine erste Geburtsreportage in Innsbruck
- Vera Thaler
- 21. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 29. Apr.

Ein neues Leben beginnt.
In der Geborgenheit der eigenen vier Wände in Innsbruck durfte ich zum ersten Mal Zeugin einer Geburt sein – Stunden voller Kraft, Intimität und tiefer Verbundenheit. Für mich war es ein außergewöhnlich berührendes Erlebnis, dieses Ankommen so nah miterleben zu dürfen: zu sehen, wie sich neues Leben entfaltet – selbstbestimmt und getragen von einer tiefen Ruhe.
Was Geburtsfotografie wirklich bedeutet
„Krass“ und „Warum fotografiert man eine Geburt?“ – das waren die ersten Reaktionen auf meinen Auftrag als Geburtsfotografin. Keine Frage: Geburt ist intensiv und ein extrem sensibler Raum. Aber in meiner Rolle als stille Beobachterin habe ich vor allem eines empfunden: Natürlichkeit und Vertrautheit.
Eine Geburtsreportage ist weit mehr als das Festhalten des Moments, in dem ein Kind geboren wird. Sie zeigt, welche Stärke in uns Menschen steckt.
Was mir besonders in Erinnerung bleibt
Hände, die halten.
Blicke, die sich suchen.
Momente des Zusammenhalts.
Erschöpfung und Kraft im Wechselspiel.
Und schließlich: Erleichterung, Staunen, Ankommen.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich fotografiere. Weil sich mein eigenes Bild von Geburt durch die Fotografie verändert hat – freier geworden ist von dem, was ich selbst lange damit verbunden habe.
Etwas zutiefst Natürliches
Beim Betrachten der Bilder kamen schließlich die Tränen – bei mir als Fotografin und bei den Eltern.
Tränen der Rührung über die eingefangenen Emotionen.
Des Staunens über Details, die zuvor verschwommen waren und erst im Bild greifbar wurden.
Und aus dem tiefen Gefühl heraus, die Kraft der Geburt noch einmal zu spüren.


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